Mittendrin – DAS ist gut für meine Kreativität. Inspiration für dich.

Kreativität bedeutet, dass du in der Lage bist, Dinge ungewöhnlich und neu aber sinnvoll zu kombinieren. Dass du zum Beispiel aus verschiedenen Werkstoffen wunderschöne Möbel herstellst oder durch ein paar Zeilen Code eine Website wieder zum Laufen bringst. So oder so, verbraucht Kreativität viel Kraft und Hirnschmalz.

In diesem Beitrag geht es darum, was für mich das beste Mittel gegen Tiefs und schwierige Momente ist. Nimm es als Inspiration und probiere meine Methoden für dich aus.

Willkommen zu Teil 2 von 3. Wenn du wissen möchtest, wie du dich auf deine Arbeit vorbereiten kannst, lies auch gerne den ersten Teil. 

Höre auf deinen Körper.

Das klingt so esotherisch – soll es aber gar nicht. Ein Beispiel: wenn dir etwas weh tut, sagt dir dein Körper, dass etwas nicht stimmt. Dass du eine Verletzung hast, dass du krank wirst oder dass du dir zu viel zugemutet hast. Schmerzen ignorierst du meistens nicht. Du nimmst eine Schmerztablette, ruhst dich aus oder gehst zum Arzt. Warum hörst du nicht auf andere Signale deines Körpers? 

Wenn du mal wieder an deinem Schreibtisch sitzt und feststellst, dass heute gar nichts funktioniert – jedes geschriebene Wort komisch klingt, jeder gesetzte Strich falsch aussieht oder jede Idee sich als Blödsinn herausstellt – dann möchte dir dein Körper etwas sagen: „Hey, ich bin heute nicht gut drauf. Können wir etwas Einfacheres machen? Irgendwas, wo ich nicht so viel denken muss?“

Das sind dann meistens Tage an denen es sich anbietet Dinge zu erledigen, die du stur abarbeiten kannst und die deine Kreativität nicht beanspruchen: e-Mails beantworten, Akten sortieren, Rechnungen schreiben … eben solche Dinge. 

Erzwinge es nicht. Alles Kreative, was du an so einem Tag auf Biegen und Brechen versuchst, wirst du später noch einmal machen. 

Plane reichlich Pausen ein.

Ich glaube mittlerweile hat jeder von der Pomodoro-Technik gehört. Danach ist man angeblich am effektivsten, wenn man in 25-Minuten Abschnitten arbeitet. Dazwischen nimmt man sich jeweils eine kurze Verschnaufpause von 5 Minuten. Und nach 4 oder 5 Abschnitten darf man eine längere Pause von bis zu 20 Minuten machen. 

Für mich funktioniert das nicht. 

Ich habe das Gefühl ich verbringe meinen Tag damit einen Wecker zu stellen, der mich immer dann aus der Arbeit reißt, wenn meine Kreativität gerade in die Gänge kommt. 

Mir hat sich gezeigt, dass ich circa drei Stunden am Stück richtig Power geben kann. Irgendwann kommt ein Tief, das ich nicht ignorieren sollte. Ich merke das, wenn ich beginne auf meinem Stuhl zu sitzen und ins Nichts zu starren. Dann gönne ich mir eine Stunde Pause und stelle mir einen Wecker, damit ich mich nicht auf die Zeit konzentrieren muss. 

Manchmal setze ich mich einfach auf den Balkon und trinke eine heiße Schokolade und manchmal, wenn ich Hummeln im Hintern habe, nutze ich die Zeit, um die Wohnung zu putzen. Hauptsache es hat nichts mit meiner aktuellen Aufgabe zu tun. Danach habe ich Kraft für weitere drei Stunden. 

Auch das hat viel mit Körpergefühl zu tun. Es kann sein, dass du kürzere Pausen oder kleinere Arbeitsabschnitte brauchst. Probier es einfach aus und finde deine perfekte Lösung. 

Setze dir Grenzen.

Je häufiger du dich über die Belastbarkeit deines Körpers hinaus beanspruchst, desto länger wirst du brauchen, um dich von dem Stress oder Druck zu erholen. Grenzen beschützen dich davor, mehr zu machen, als dir auf Dauer gut tut. Das hier ist also ein Langzeit-Tipp.

Wenn ich freiwillig arbeite und keinen Zeitdruck habe, weiß ich, ich brauche mich nach 20 Uhr nicht mehr an den Schreibtisch setzen. Da passiert nichts mehr, was mich weiter bringt. Das heißt: Dort ist meine Tagesgrenze.

Genau so ist es auch mit meiner Woche. Samstag ist frei. Und wenn die Welt untergeht. Ich kann so viel besser entspannen, weil ich weiß: „Heute musst du dir um nichts Sorgen machen.“ Natürlich ist der Rest der Woche so gestaltet, dass ich mir diese Freiheit leisten kann.

Wenn du selbstständig bist, ist dieser Punkt besonders wichtig. Warum bist du am Wochenende und Abends für jeden erreichbar? Jedes andere Unternehmen hat Öffnungszeiten und wir akzeptieren das. Richte dir zum Beispiel einen Anrufbeantworter ein, der darauf hinweist, dass du ab Montag wieder ans Telefon gehst. Auch für Mails kannst du das einrichten. So weiß jeder: “OK, die Mail ist angekommen, mit einer Antwort darf ich in circa 3 Tagen rechnen.”

Finde dein Gegengewicht.

In Stressphasen ist es wichtig ein ausgleichendes Hobby zu haben. Etwas, dass den Akku deiner Kreativität wieder aufladen lässt. Es geht hier wieder um DICH, also ignoriere, was Gurus und Ratgeber empfehlen. Es kann sein, dass Ruhe oder ein Spaziergang dich total nerven, laute Musik oder ein Ego-Shooter aber pure Entspannung für dich sind.

Manchmal ist es nämlich einfach nicht möglich viele Pausen zu machen oder darauf zu achten, ob 13 Stunden Arbeit am Tag nicht etwas viel sind. Man denkt rund um die Uhr – ob man will oder nicht – an das Projekt und träumt davon. Vielleicht zweifelt man sogar daran, dass das Ergebnis gut oder wenigstens rechtzeitig fertig wird. Dir möchte alles über den Kopf wachsen und du rutschst langsam aber sicher in ein kreatives Loch.

Dein ausgleichendes Hobby sollte eine Art Notleine, doppelter Boden oder Rettungsanker sein. Etwas, das dich in jeder Situation auffängt und auf andere Gedanken bringt.

Ich für meinen Teil gehe dann spazieren. Mir tut die andere Umgebung, das viele Grün, die Geräusche in der Natur und die frische Luft unglaublich gut. Außerdem könnte ich zu Hause nicht runter kommen, wenn ich weiß, dass die Arbeit 5 Meter entfernt auf meinem Schreibtisch liegt.


 

Inspiriert zu diesem Dreiteiler hat mich der Podcast von Roberta Bergmann: “Der kreative Flow”.
Hört unbedingt rein und schaut auch bei Instagram und in der Facebook-Gruppe vorbei!

Hast du weitere Tipps?
Wie beschützt du dich vor kreativen Tiefs?
Schreibe es unbedingt in die Kommentare!
Ich bin schon gespannt!

Liebe Grüße > sara

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