„Die Praxis des Gestaltens“ von Roberta Bergmann // Buch

Endlich geht es weiter. Im Februar habe ich es nicht geschafft, ein Buch zu lesen. Mein Animationsprojekt hat meine ganze Aufmerksamkeit, Konzentration und Zeit gefordert, dass ich den Kopf nicht frei hatte für ein Fachbuch. Doch im März lag dann plötzlich Roberta Bergmanns Buch in meinem Briefkasten. Ich hatte schon beinahe vergessen, dass ich irgendwann im Frühsommer 2019 einen kleinen Teil zu diesem Buch beigetragen habe.

DAS BUCH IM ÜBERBLICK.

„Die Praxis des Gestaltens“ von Roberta Bergmann ist, wie auch der Untertitel verrät, ein Übungsbuch. Es ist diese Art von Buch, die man durchblättert und woraus jeder für sich das Beste ziehen kann.

Das Buch ist beim Hauptverlag erscheinen, hat 160 Seiten und zehn Kapiteln gefüllt mit insgesamt 38 Aufgaben. Jede Aufgabe ist gut verständlich erklärt und es steht immer dabei, welche Materialien und wie lange du für die Übung brauchst. Um dich nicht allein zu lassen und ein wenig Inspiration zu bieten, wurden die Aufgaben von Kreativen aus Robertas Community gelöst und die Ergebnisse in großen Bildern abgedruckt. Meinen Beitrag – ein App-Entwurf – findest du übrigens auf den Seiten 138 und 139.

„Die Praxis des Gestaltens“ wird nach und nach anspruchsvoller und angewandter. Sowohl die Aufgaben innerhalb eines Kapitels wie auch die Kapitel selbst sind aus gestalterischer Sicht logisch strukturiert und bauen aufeinander auf, sind aber nicht voneinander abhängig. Es ist also nicht notwendig die Reihenfolge der Aufgaben einzuhalten oder alles zu bearbeiten. Jedes Kapitel beinhaltet einfache und schnelle Übungen, die selbst Anfänger im Handumdrehen umsetzen können. Aber auch komplexe und intensive Übungen, die etwas mehr Geschick, Geduld oder Erfahrung benötigen.

„Die Praxis des Gestaltens“ kann sowohl im Unterricht mit Schülern oder Studenten als auch zur Entwicklung der eigenen Kreativität hergenommen werden. Somit eignet es sich nicht nur als Unterrichtsmaterial, sondern auch zur Bekämpfung von Langeweile.

 WAS ICH GELERNT HABE.

Im Gegensatz zu einem klassischen Fachbuch, das vor Definitionen und Erläuterungen nur so strotzt, lerne ich nicht, indem ich das Buch einfach nur lese. Ich muss aktiv werden. Genau aus diesem Grund habe ich drei der vorgeschlagenen Übungen ausprobiert.

Aufgabe #2 Linie wird Landschaft

Das ist so eine Übung, die ich aus der Ausbildung kenne. Ich sollte durchgehende, verschieden rhythmische Linien auf ein Blatt Papier (in meinem Fall auf dem Tablet in der App Procreate) zeichnen. Die Linien verdichten sich, werden dunkler und wirken tiefer oder öffnen sich, wirken heller und dadurch höher. Dadurch ergibt sich eine topografische Landschaft.

Erst rückblickend habe ich den Sinn dieser Übung erkannt. Zum einen lernt man eine Linie zu ziehen, ohne abzusetzen (was mir am Anfang starke Schmerzen im Handgelenk beschert hat) und zum anderen bekommt man ein Gefühl dafür, wie man dunkle oder helle Flächen erzeugen kann, ohne sie in einem bestimmten Ton auszumalen. Das ist wichtig, wenn man traditionell schraffieren lernen möchte.

Außerdem fördert es die Kreativität, mit wenigen Mitteln und vielen Regeln immer andere und kontrastreiche Bilder zu erschaffen. Ich finde es gut, dass Roberta diese alte, aber bewehrte Übung in ihr Buch aufgenommen hat.

Aufgabe #15 Helvetica goes wild

Diese Aufgabe habe ich ganz entspannt beim Fernsehen erledigt. Bei dieser Aufgabe sollte ich mich mit der Anatomie der Schrift Helvetica und ihren Schriftschnitten vertraut machen. Was wirklich gut funktioniert. Indem ich die Schrift mit Mustern fülle oder ihre Außenkanten gestalte, fallen mir Details, wie die unterschiedlich langen Querbalken (Arme) der Buchstaben F und E, auf.

Wenn du aufmerksam hinschaust, entdeckst du vielleicht auch, dass ich Übung #2 mit dieser kombiniert habe.

Aufgabe #33 Als die Bilder laufen lernten …

Roberta möchte, dass ich mich bei dieser Übung auf die wichtigsten Merkmale einer guten Animation konzentriere: Zeit, Bewegung und Interaktion. Dazu sollte ich ein GIF zeichnen. Für jeden, der nicht die passende Software hat, schlägt Roberta direkt vor ein Daumenkino auf Papier zu zeichnen.

Um ehrlich zu sein, habe ich diesmal etwas, was ich schon vor Monaten gezeichnet habe recycelt. Diese kleine Studie habe ich letztes Semester für eine Animation gemacht. Ich wollte ergründen, wie sich ein Fisch bewegt. Wie biegt sich sein Körper, wenn die Schwanzflosse nach links und rechts wandert? Für Robertas Aufgabe habe ich die Verwirbelungen des Wassers ergänzt.


WIE WAR DAS BUCH?

Im ersten Moment war ich – zugegeben – etwas skeptisch. Mich hat es an meine Gestalterausbildung und ans Grundstudium erinnert, denn einige der Aufgaben kamen mir sehr bekannt vor. Doch durch die Abbildungen der umgesetzten Ergebnisse anderer Kreativer und durch Robertas Tipps sowie Vorschläge zu Varianten, wurde ich angestachelt. Ich sehe, wie unterschiedlich man mit einer Aufgabenstellung umgehen kann und möchte selbst etwas ganz Besonderes erschaffen, mich abheben.

Die Aufgaben bieten viel Freiheit. Du kannst sie nach Belieben abwandeln oder miteinander kombinieren. „Die Praxis des Gestaltens“ ist so ein Buch, dass man auf der Suche nach Inspiration gerne immer wieder aus dem Regal nimmt und durchblättert. Ich würde es dir vor allem dann empfehlen, wenn du häufiger Lust hast kreativ zu werden, aber keine Idee hast, was du umsetzen möchtest.


Das Buch kannst du in jeder Buchhandlung kaufen. Wenn du Roberta persönlich kontaktierst, gibt es eine Widmung dazu. Wenn du neugierig geworden bist, schau mal bei Robertas Projekt „Der kreative Flow“ auf Instagram oder in ihrer Community-Gruppe auf Facebook vorbei.

Hast du manchmal Lust zu zeichnen, zu bauen, zu basteln, zu nähen und weißt einfach nicht was?

 

Danke, dass du abgestimmt hast 🖤
Dein Feedback bedeutet mir viel!

 

Hast du auch manchmal Lust kreativ zu sein, aber hast keine Idee, was es werden soll?

Liebe Grüße > sara

Endlich geht es weiter. Im Februar habe ich es nicht geschafft, ein Buch zu lesen. Mein Animationsprojekt hat meine ganze Aufmerksamkeit, Konzentration und Zeit gefordert, dass ich den Kopf nicht frei hatte für ein Fachbuch. Doch im März lag dann plötzlich Roberta Bergmanns Buch in meinem Briefkasten. Ich hatte schon beinahe vergessen, dass ich irgendwann im Frühsommer 2019 einen kleinen Teil zu diesem Buch beigetragen habe.

DAS BUCH IM ÜBERBLICK.

„Die Praxis des Gestaltens“ von Roberta Bergmann ist, wie auch der Untertitel verrät, ein Übungsbuch. Es ist diese Art von Buch, die man durchblättert und woraus jeder für sich das Beste ziehen kann.

Das Buch ist beim Hauptverlag erscheinen, hat 160 Seiten und zehn Kapiteln gefüllt mit insgesamt 38 Aufgaben. Jede Aufgabe ist gut verständlich erklärt und es steht immer dabei, welche Materialien und wie lange du für die Übung brauchst. Um dich nicht allein zu lassen und ein wenig Inspiration zu bieten, wurden die Aufgaben von Kreativen aus Robertas Community gelöst und die Ergebnisse in großen Bildern abgedruckt. Meinen Beitrag – ein App-Entwurf – findest du übrigens auf den Seiten 138 und 139.

„Die Praxis des Gestaltens“ wird nach und nach anspruchsvoller und angewandter. Sowohl die Aufgaben innerhalb eines Kapitels wie auch die Kapitel selbst sind aus gestalterischer Sicht logisch strukturiert und bauen aufeinander auf, sind aber nicht voneinander abhängig. Es ist also nicht notwendig die Reihenfolge der Aufgaben einzuhalten oder alles zu bearbeiten. Jedes Kapitel beinhaltet einfache und schnelle Übungen, die selbst Anfänger im Handumdrehen umsetzen können. Aber auch komplexe und intensive Übungen, die etwas mehr Geschick, Geduld oder Erfahrung benötigen.

„Die Praxis des Gestaltens“ kann sowohl im Unterricht mit Schülern oder Studenten als auch zur Entwicklung der eigenen Kreativität hergenommen werden. Somit eignet es sich nicht nur als Unterrichtsmaterial, sondern auch zur Bekämpfung von Langeweile.

 WAS ICH GELERNT HABE.

Im Gegensatz zu einem klassischen Fachbuch, das vor Definitionen und Erläuterungen nur so strotzt, lerne ich nicht, indem ich das Buch einfach nur lese. Ich muss aktiv werden. Genau aus diesem Grund habe ich drei der vorgeschlagenen Übungen ausprobiert.

Aufgabe #2 Linie wird Landschaft

Das ist so eine Übung, die ich aus der Ausbildung kenne. Ich sollte durchgehende, verschieden rhythmische Linien auf ein Blatt Papier (in meinem Fall auf dem Tablet in der App Procreate) zeichnen. Die Linien verdichten sich, werden dunkler und wirken tiefer oder öffnen sich, wirken heller und dadurch höher. Dadurch ergibt sich eine topografische Landschaft.

Erst rückblickend habe ich den Sinn dieser Übung erkannt. Zum einen lernt man eine Linie zu ziehen, ohne abzusetzen (was mir am Anfang starke Schmerzen im Handgelenk beschert hat) und zum anderen bekommt man ein Gefühl dafür, wie man dunkle oder helle Flächen erzeugen kann, ohne sie in einem bestimmten Ton auszumalen. Das ist wichtig, wenn man traditionell schraffieren lernen möchte.

Außerdem fördert es die Kreativität, mit wenigen Mitteln und vielen Regeln immer andere und kontrastreiche Bilder zu erschaffen. Ich finde es gut, dass Roberta diese alte, aber bewehrte Übung in ihr Buch aufgenommen hat.

Aufgabe #15 Helvetica goes wild

Diese Aufgabe habe ich ganz entspannt beim Fernsehen erledigt. Bei dieser Aufgabe sollte ich mich mit der Anatomie der Schrift Helvetica und ihren Schriftschnitten vertraut machen. Was wirklich gut funktioniert. Indem ich die Schrift mit Mustern fülle oder ihre Außenkanten gestalte, fallen mir Details, wie die unterschiedlich langen Querbalken (Arme) der Buchstaben F und E, auf.

Wenn du aufmerksam hinschaust, entdeckst du vielleicht auch, dass ich Übung #2 mit dieser kombiniert habe.

Aufgabe #33 Als die Bilder laufen lernten …

Roberta möchte, dass ich mich bei dieser Übung auf die wichtigsten Merkmale einer guten Animation konzentriere: Zeit, Bewegung und Interaktion. Dazu sollte ich ein GIF zeichnen. Für jeden, der nicht die passende Software hat, schlägt Roberta direkt vor ein Daumenkino auf Papier zu zeichnen.

Um ehrlich zu sein, habe ich diesmal etwas, was ich schon vor Monaten gezeichnet habe recycelt. Diese kleine Studie habe ich letztes Semester für eine Animation gemacht. Ich wollte ergründen, wie sich ein Fisch bewegt. Wie biegt sich sein Körper, wenn die Schwanzflosse nach links und rechts wandert? Für Robertas Aufgabe habe ich die Verwirbelungen des Wassers ergänzt.


WIE WAR DAS BUCH?

Im ersten Moment war ich – zugegeben – etwas skeptisch. Mich hat es an meine Gestalterausbildung und ans Grundstudium erinnert, denn einige der Aufgaben kamen mir sehr bekannt vor. Doch durch die Abbildungen der umgesetzten Ergebnisse anderer Kreativer und durch Robertas Tipps sowie Vorschläge zu Varianten, wurde ich angestachelt. Ich sehe, wie unterschiedlich man mit einer Aufgabenstellung umgehen kann und möchte selbst etwas ganz Besonderes erschaffen, mich abheben.

Die Aufgaben bieten viel Freiheit. Du kannst sie nach Belieben abwandeln oder miteinander kombinieren. „Die Praxis des Gestaltens“ ist so ein Buch, dass man auf der Suche nach Inspiration gerne immer wieder aus dem Regal nimmt und durchblättert. Ich würde es dir vor allem dann empfehlen, wenn du häufiger Lust hast kreativ zu werden, aber keine Idee hast, was du umsetzen möchtest.


Das Buch kannst du in jeder Buchhandlung kaufen. Wenn du Roberta persönlich kontaktierst, gibt es eine Widmung dazu. Wenn du neugierig geworden bist, schau mal bei Robertas Projekt „Der kreative Flow“ auf Instagram oder in ihrer Community-Gruppe auf Facebook vorbei.

Hast du manchmal Lust zu zeichnen, zu bauen, zu basteln, zu nähen und weißt einfach nicht was?

 

Danke, dass du abgestimmt hast 🖤
Dein Feedback bedeutet mir viel!

 

Hast du auch manchmal Lust kreativ zu sein, aber hast keine Idee, was es werden soll?

Liebe Grüße > sara

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