„Show Your Work!“ von Austin Kleon // Buch

Für 2020 habe ich mir vorgenommen jeden Monat ein Buch im Bereich Design zu lesen. Ich möchte Neues lernen, die Design-Basics auffrischen, mich Inspirieren lassen und  in meine Spezialisierung hinein nerden.

Ich möchte dir jedes Buch kurz vorstellen mit allen harten Fakten und danach berichten, was ich persönlich daraus mitnehmen konnte. Wenn du keine Lust auf lange Texte hast, solltest du unbedingt bei Instagram vorbei schauen. Dort werde ich meine Highlights in drei bis vier Sätzen in die Beschreibung packen.

Das Buch im Überblick.

„Show Your Work! – 10 Wege auf sich aufmerksam zu machen“ von Austin Kleon, war eine der letzten Empfehlungen aus 2019. Ich wollte mit etwas leichtem, unterhaltsamen und motivierendem ins neue Jahr starten. Schon am 2. Januar hatte ich die kurzweilige Literatur durchgelesen.

Laut Amazon hat die gedruckte Ausgabe 224 Seiten. Ich habe es mit der Kindle-App auf dem iPad gelesen, weshalb die Zitate mit der Kindle-Position angegeben werden. Das ganze Buch ist voller aussagekräftiger Grafiken, Bilder oder Zitate, die sehr gut zum Inhalt der Texte ausgewählt und erstellt wurden.

Der Untertitel gibt einen guten Ausblick auf den Inhalt: „10 Wege, auf sich aufmerksam zu machen.“ oder wie es wörtlich im englischen Titel heißt: „10 Wege, wie du deine Kreativität teilst und entdeckt wirst.“. Tatsächlich kommt mir das Buch eher wie eine mehrspurige Autobahn vor. Denn irgendwie gehören alle zehn Kapitel zusammen, laufen nebeneinander her und bauen aufeinander auf.

Austin Kleon schreibt nicht um den heißen Brei herum. Das finde ich großartig. Er schreibt kurz angebunden, humorvoll und bringt viele reale Beispiele und Erfahrungsberichte ein. Es ist also keines dieser Bücher, das voll ist mit Sätzen wie „Stell dir vor …“ oder „Was wäre, wenn …“.

WAS ICH Gelernt habe.

Eigentlich habe ich in diesem Buch nichts Neues gelernt. Das ist aber nicht negativ – im Gegenteil! Es hat mir ganz viele Dinge wieder ins Gedächtnis gerufen, die ich so komprimiert, mit logischen Beispielen bestückt und gut zusammengefasst noch nie irgendwo gelesen habe.

Machen.

Ich fühle mich so oft nicht bereit, nicht gut oder besonders genug, um das nächste Abenteuer zu wagen. Ich denke immer, ich muss noch dies und jenes lernen und dann kann es losgehen. Und sobald ich einen Schritt weiter bin, sehe ich die nächste Baustelle. Klar das dieser Satz ganz am Anfang direkt bei mir eingeschlagen ist: „Die Welt verändert sich so schnell, dass sie uns alle zu Amateuren macht.“ (Position 141).

Der Autor rät dazu einfach zu machen worauf man Lust hat, denn niemand kann oder weiß alles. Früher habe ich mir vor einem Projekt immer ausgemalt, was wohl passieren könnte und welche Kenntnisse dann nützlich wären. Mittlerweile habe  ich es aufgegeben alles vorher wissen zu wollen. Es kommt doch sowieso anders, als es im Lehrbuch steht. Ich fange einfach an und suche gezielt nach Lösungen für plötzlich auftretende Probleme.

Das Buch bestätigt mich an dieser Stelle. Es ist für alle spannender zu sehen, wie ich mich ausprobiere, mich voran taste, scheitere und daraus lerne. Nichts ist langweiliger als Perfektion. Auch auf Instagram.

Sei ein Newsticker.

Austin Kleon empfielt jeden Tag ein Status-Update zu machen. Wie ich das angehe, ist egal. Ich könnte bloggen, eine Rundmail schreiben, ein Plakat aufhängen oder etwas auf einer Social-Media-Plattform veröffentlichen. Hauptsache ich bleibe auf Sendung.

Aber es sollte Sinn ergeben. Alles sollte eine gewisse Relevanz haben. Niemanden interessiert mein Frühstück, weil ich kein Foodblogger bin oder Hotels teste. Ich sollte immer eine Verbindung mit meiner eigentlichen Arbeit herstellen. Wenn ich am Frühstückstisch über mein Projekt spreche oder dabei Zeichne, passt das super.

Wenn ich einmal einen Durchhänger habe, bleiben mir zwei Möglichkeiten: Entweder ich mache mein Krea-Tief zum Thema oder ich lege eine Pause ein. Nichts zu zeigen ist besser als dich und alle anderen zu langweilen.

Wissen teilen.

Wenn ich offenlege, was ich weiß, wo meine Inspirationen herkommen, was ich lese, schaue, höre und wie ich arbeite, gebe ich dir einen Grund mir zu folgen. Ich bin dann nicht nur einfach jemand, der schöne Pflanzen-Illustrationen macht. Ich bin eine Quelle für Wissen, Tipps, Tricks und Empfehlungen. So ein Blick hinter die Kulissen gibt dir und jedem anderen Leser und Zuschauer das Gefühl dabei sein zu können. Es ist die Basis dafür, dass du bleibst, mehr erfahren möchtest, auf mich zukommst und Fragen stellen kannst.

Die Angst, ich könnte mir meine eigene Konkurrenz erschaffen, ist unbegründet. Austin Kleon bringt ein tolles Beispiel über einen Grillmeister, der seinen Kunden auf YouTube zeigt, wie man das perfekte Steak smoket (ausführlich nachzulesen auf Position 679). Theoretisch könnte das jeder nachmachen. Das wissen ist ja jetzt da. Da es aber ein riesiger Aufwand ist, Zeit und Erfahrung braucht, um so gut zu werden wie eben dieser Grillmeister, lassen es die meisten bleiben. Noch mehr: Sie wissen nun wie viel Arbeit in einem Steak steckt und geben gerne 13 Dollar oder mehr dafür aus.

Also mein Plan für 2020: fleißig verlinken, zitieren, empfehlen, dokumentieren und teilhaben lassen.

Stolz sein.

„Denk immer daran: Du machst deine Arbeit. Du bist nicht deine Arbeit.“ (Position 728), so ein wichtiger Satz aus dem Buch.

Ich denke gerade an meine Bewerbung an der Hochschule. Ich habe eine Mappe mit 15 Arbeiten abgegeben und richtig schlechtes Feedback darauf bekommen. In diesem Moment war alles, was ich zuvor erreicht hatte nichts mehr wert. Weder das Gestaltungsabitur noch die Ausbildung. Ich habe 2 Monate über Plan B nachgedacht, was ich machen soll, wenn mich gar keine Uni will.

Damals hat es mir geholfen, dass jemand sagte: „Sie sind nicht schlecht, Sie haben nur die falsche Auswahl getroffen.“ Ich hätte einfach weiter machen sollen. Und das Feedback nicht als Ende sondern neuen Anfang sehen sollen.

Durchhalten.

Immer weiter machen. Egal, was passiert, ob etwas schief geht oder mir jemand einreden möchte, dass ich das nicht kannst. Warum lasse ich mir die Freude an etwas nehmen, nur weil es jemand anderem nicht gefällt? Ist der Spaß an der Sache nicht wichtiger als eine einzelne Meinung?

Ich bin nicht einer dieser Glückspilze, die einmal einen Treffer landen und darauf ihre gesamte Karriere aufbauen können. Jedes Projekt ist ein Neustart. Es wird ganz neu gewürfelt und es gibt keine Garantien, dass es (wieder) klappt.

Wie war das Buch?

Ich baue gerade mein Portfolio auf. „Ich habe nichts, was ich zeigen kann.“ ist nach diesem Buch definitiv keine akzeptable Ausrede mehr.

Ich empfehle es dir, wenn du gerade einen Arschtritt brauchst. Wenn du dich unsicher fühlst und glaubst, nicht gut oder besonders genug zu sein. Wenn du, gerade dabei bist dein Design-Portfolio zu erstellen und ein paar „Streicheleinheiten“ vertragen kann. Für mich war es eine sehr gute Lektüre für den Jahresanfang und für den Startschuss mein Portfolio anzugehen.


Wenn dich das Buch interessiert, solltest du unbedingt beim mosaik-Verlag vorbeischauen. Oder Austin Kleon auf Instagram besuchen.

hast du schon einmal „Ich hab nichts zu zeigen“ Gesagt?

Liebe Grüße > sara

Für 2020 habe ich mir vorgenommen jeden Monat ein Buch im Bereich Design zu lesen. Ich möchte Neues lernen, die Design-Basics auffrischen, mich Inspirieren lassen und  in meine Spezialisierung hinein nerden.

Ich möchte dir jedes Buch kurz vorstellen mit allen harten Fakten und danach berichten, was ich persönlich daraus mitnehmen konnte. Wenn du keine Lust auf lange Texte hast, solltest du unbedingt bei Instagram vorbei schauen. Dort werde ich meine Highlights in drei bis vier Sätzen in die Beschreibung packen.

Das Buch im Überblick.

„Show Your Work! – 10 Wege auf sich aufmerksam zu machen“ von Austin Kleon, war eine der letzten Empfehlungen aus 2019. Ich wollte mit etwas leichtem, unterhaltsamen und motivierendem ins neue Jahr starten. Schon am 2. Januar hatte ich die kurzweilige Literatur durchgelesen.

Laut Amazon hat die gedruckte Ausgabe 224 Seiten. Ich habe es mit der Kindle-App auf dem iPad gelesen, weshalb die Zitate mit der Kindle-Position angegeben werden. Das ganze Buch ist voller aussagekräftiger Grafiken, Bilder oder Zitate, die sehr gut zum Inhalt der Texte ausgewählt und erstellt wurden.

Der Untertitel gibt einen guten Ausblick auf den Inhalt: „10 Wege, auf sich aufmerksam zu machen.“ oder wie es wörtlich im englischen Titel heißt: „10 Wege, wie du deine Kreativität teilst und entdeckt wirst.“. Tatsächlich kommt mir das Buch eher wie eine mehrspurige Autobahn vor. Denn irgendwie gehören alle zehn Kapitel zusammen, laufen nebeneinander her und bauen aufeinander auf.

Austin Kleon schreibt nicht um den heißen Brei herum. Das finde ich großartig. Er schreibt kurz angebunden, humorvoll und bringt viele reale Beispiele und Erfahrungsberichte ein. Es ist also keines dieser Bücher, das voll ist mit Sätzen wie „Stell dir vor …“ oder „Was wäre, wenn …“.

WAS ICH Gelernt habe.

Eigentlich habe ich in diesem Buch nichts Neues gelernt. Das ist aber nicht negativ – im Gegenteil! Es hat mir ganz viele Dinge wieder ins Gedächtnis gerufen, die ich so komprimiert, mit logischen Beispielen bestückt und gut zusammengefasst noch nie irgendwo gelesen habe.

Machen.

Ich fühle mich so oft nicht bereit, nicht gut oder besonders genug, um das nächste Abenteuer zu wagen. Ich denke immer, ich muss noch dies und jenes lernen und dann kann es losgehen. Und sobald ich einen Schritt weiter bin, sehe ich die nächste Baustelle. Klar das dieser Satz ganz am Anfang direkt bei mir eingeschlagen ist: „Die Welt verändert sich so schnell, dass sie uns alle zu Amateuren macht.“ (Position 141).

Der Autor rät dazu einfach zu machen worauf man Lust hat, denn niemand kann oder weiß alles. Früher habe ich mir vor einem Projekt immer ausgemalt, was wohl passieren könnte und welche Kenntnisse dann nützlich wären. Mittlerweile habe  ich es aufgegeben alles vorher wissen zu wollen. Es kommt doch sowieso anders, als es im Lehrbuch steht. Ich fange einfach an und suche gezielt nach Lösungen für plötzlich auftretende Probleme.

Das Buch bestätigt mich an dieser Stelle. Es ist für alle spannender zu sehen, wie ich mich ausprobiere, mich voran taste, scheitere und daraus lerne. Nichts ist langweiliger als Perfektion. Auch auf Instagram.

Sei ein Newsticker.

Austin Kleon empfielt jeden Tag ein Status-Update zu machen. Wie ich das angehe, ist egal. Ich könnte bloggen, eine Rundmail schreiben, ein Plakat aufhängen oder etwas auf einer Social-Media-Plattform veröffentlichen. Hauptsache ich bleibe auf Sendung.

Aber es sollte Sinn ergeben. Alles sollte eine gewisse Relevanz haben. Niemanden interessiert mein Frühstück, weil ich kein Foodblogger bin oder Hotels teste. Ich sollte immer eine Verbindung mit meiner eigentlichen Arbeit herstellen. Wenn ich am Frühstückstisch über mein Projekt spreche oder dabei Zeichne, passt das super.

Wenn ich einmal einen Durchhänger habe, bleiben mir zwei Möglichkeiten: Entweder ich mache mein Krea-Tief zum Thema oder ich lege eine Pause ein. Nichts zu zeigen ist besser als dich und alle anderen zu langweilen.

Wissen teilen.

Wenn ich offenlege, was ich weiß, wo meine Inspirationen herkommen, was ich lese, schaue, höre und wie ich arbeite, gebe ich dir einen Grund mir zu folgen. Ich bin dann nicht nur einfach jemand, der schöne Pflanzen-Illustrationen macht. Ich bin eine Quelle für Wissen, Tipps, Tricks und Empfehlungen. So ein Blick hinter die Kulissen gibt dir und jedem anderen Leser und Zuschauer das Gefühl dabei sein zu können. Es ist die Basis dafür, dass du bleibst, mehr erfahren möchtest, auf mich zukommst und Fragen stellen kannst.

Die Angst, ich könnte mir meine eigene Konkurrenz erschaffen, ist unbegründet. Austin Kleon bringt ein tolles Beispiel über einen Grillmeister, der seinen Kunden auf YouTube zeigt, wie man das perfekte Steak smoket (ausführlich nachzulesen auf Position 679). Theoretisch könnte das jeder nachmachen. Das wissen ist ja jetzt da. Da es aber ein riesiger Aufwand ist, Zeit und Erfahrung braucht, um so gut zu werden wie eben dieser Grillmeister, lassen es die meisten bleiben. Noch mehr: Sie wissen nun wie viel Arbeit in einem Steak steckt und geben gerne 13 Dollar oder mehr dafür aus.

Also mein Plan für 2020: fleißig verlinken, zitieren, empfehlen, dokumentieren und teilhaben lassen.

Stolz sein.

„Denk immer daran: Du machst deine Arbeit. Du bist nicht deine Arbeit.“ (Position 728), so ein wichtiger Satz aus dem Buch.

Ich denke gerade an meine Bewerbung an der Hochschule. Ich habe eine Mappe mit 15 Arbeiten abgegeben und richtig schlechtes Feedback darauf bekommen. In diesem Moment war alles, was ich zuvor erreicht hatte nichts mehr wert. Weder das Gestaltungsabitur noch die Ausbildung. Ich habe 2 Monate über Plan B nachgedacht, was ich machen soll, wenn mich gar keine Uni will.

Damals hat es mir geholfen, dass jemand sagte: „Sie sind nicht schlecht, Sie haben nur die falsche Auswahl getroffen.“ Ich hätte einfach weiter machen sollen. Und das Feedback nicht als Ende sondern neuen Anfang sehen sollen.

Durchhalten.

Immer weiter machen. Egal, was passiert, ob etwas schief geht oder mir jemand einreden möchte, dass ich das nicht kannst. Warum lasse ich mir die Freude an etwas nehmen, nur weil es jemand anderem nicht gefällt? Ist der Spaß an der Sache nicht wichtiger als eine einzelne Meinung?

Ich bin nicht einer dieser Glückspilze, die einmal einen Treffer landen und darauf ihre gesamte Karriere aufbauen können. Jedes Projekt ist ein Neustart. Es wird ganz neu gewürfelt und es gibt keine Garantien, dass es (wieder) klappt.

Wie war das Buch?

Ich baue gerade mein Portfolio auf. „Ich habe nichts, was ich zeigen kann.“ ist nach diesem Buch definitiv keine akzeptable Ausrede mehr.

Ich empfehle es dir, wenn du gerade einen Arschtritt brauchst. Wenn du dich unsicher fühlst und glaubst, nicht gut oder besonders genug zu sein. Wenn du, gerade dabei bist dein Design-Portfolio zu erstellen und ein paar „Streicheleinheiten“ vertragen kann. Für mich war es eine sehr gute Lektüre für den Jahresanfang und für den Startschuss mein Portfolio anzugehen.


Wenn dich das Buch interessiert, solltest du unbedingt beim mosaik-Verlag vorbeischauen. Oder Austin Kleon auf Instagram besuchen.

hast du schon einmal „Ich hab nichts zu zeigen“ Gesagt?

Liebe Grüße > sara

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