WIP- Realistisches Aquarell

Ich habe mir neulich den kleinsten Aquarellfarbkasten von Schmincke gekauft. Er enthält nur 10 Farben, ist aber wundervoll vielfältig und für kleine Taschen geschaffen. Nicht nur mir gefällt das Spiel zwischen zarten Farben, kräftigem Bunt und teilweise unkontrollierbaren Verläufen. Denn das Gemälde um das es hier geht ist ein Auftrag – meine erste Arbeit mit Aquarellfarben.

Zeitfiasko 
Prompt habe ich mich mit dem Aufwand stark verschätzt. Ich notiere mir meine Arbeitszeiten immer Punkt genau, damit ich dem Kunden den Preis auch fair berechnen kann. Dabei schreibe ich mir wirklich nur die Zeiten auf, in denen ich tatsächlich den Pinsel geschwungen habe. Bei diesem Werk gab es viel Zeit, die ich nicht anrechnen durfte. Ich wollte nicht nass in nass arbeiten, damit nicht aus Versehen eine Farbe in die nächste läuft. So entstanden Pausen von bis zu 30 Minuten. 
Nun sitze ich schon 1190 Minuten, also knapp 20 Stunden an diesem Bild! Abzüglich der Trocknungszeiten! Und ihr seht, sowohl das Schwert als auch die Lichtstrahlen müssen noch in Angriff genommen werden. 
Wäre das Preislimit nicht vorher festgelegt worden, würde das Bild am Ende den angegebenen Wert weit übersteigen. 
Eigenart der Farbe
Ich habe noch nie mit Aquarell gearbeitet und hatte mir das Ganze ehrlich gesagt etwas effektiver vorgestellt. Nichts da! Die Farben sehen nach dem Trocknen immer blasser aus, als erwartet. Das ist zwar schön, aber bei diesem Motiv unerwünscht. Der Hintergrund besteht zum Beispiel aus fünf Schichten Schwarz.

Trotzdem macht diese Technik sehr viel Spaß. Vielleicht ist es auch der Überraschungsfaktor und die vielen kleinen Pausen, die es kurzweiliger machen?

In der Übersicht
Typ: realistische und anatomisch korrekte Auftragsgarbeit
Material: Aquarellfarbe von Schmincke auf 220g/m² Aquarellpapier
Größe: 30×40 cm
bisher verbrauchte Zeit: 1190 Minuten (knapp 20 Sunden)
Was geschafft ist: Hintergrund mit Dornen, Ragnars Axt, das Herz
Was noch geschafft werden muss: Lichtstrahlen, Schwert und Schriftzug “Jesus” auf dem Herz

  
Durch meine Handykamera, die Bilder automatisch nachbearbeitet, sehen die Farben des Herzes etwas überladen aus – in Wirklichkeit ist das Rot zarter. Ihr werdet es sehen, wenn ich das Endergebnis mit meiner guten Kamera abfotografiere. 

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