“Der Ursprung der Welt” eine Kopie nach Gustave Courbet

So. Jetzt brauch ich aber Urlaub!
Ehrlich. Ich glaube so viel, wie in diesen Winterferien, mache ich sonst nicht in einer vollgestopften Schulwoche! Aber ich finde es hat sich gelohnt. Sowohl der schriftliche Teil der Facharbeit als auch diese Kopie, die ebenfalls zur Facharbeit gehört, stellen mich zufrieden.

Das Original 
Der französische Originaltitel lautet “L’Origine du monde”. Hierbei handelt es sich um ein Gemälde des französischen Künstlers Gustave Courbet. Er malte den Akt im Auftrag eines Kunstsammlers im Jahre 1866. Man vermutet, dass das Model die Frau des Auftraggebers war. Ich glaube man kann verstehen, warum er und alle anderen nach ihm, dieses Gemälde vor fremden Blicken versteckten. Sogar im Pariser Museum d’Orsay wurde es bis 2008 mit einem schwarzen Vorhang vor den neugierigen Blicken Minderjähriger geschützt.

Gedanken und Fragen zum Original 
Das Gemälde ist auch heute noch sehr verrufen. Manche verstehen es als großartige Kunst und viele andere schämen sich dafür, dass Künstler solche Motive darstellen. “Uns begegnen doch überall nackte Körper. Sei es in
Filmen, in der Werbung, vor dem Spiegel oder in Form von Kunstwerken. Aber
warum erregt gerade die Vulva einer Frau solches Aufsehen? Die männlichen
Geschlechtsorgane werden schon seit über einem Jahrtausend wie
selbstverständlich dargestellt. Ist man vielleicht der Meinung, was so
versteckt liegt, sollte auch versteckt bleiben?”
(Sara Gläser. Die kunsthistorische Betrachtung des Aktes. Facharbeit. S.13) Was haltet ihr von dem Motiv und hat es Ablehnung verdient?

Zu meiner Kopie
Ich habe die Dame mit Polychromos Buntstiften gezeichnet. Als Hilfe zur korrekten Übernahme der Proportionen diente mir ein 10 x 10 cm Raster. Besonders die Intimbehaarung raubte mir die nerven, weil sie erst spät abends fertig wurde und ich immer wieder Fehler im Vergleich zum Original fand. Außerdem hatte ich auch langsam keine Lust mehr. Die Zeichnung nahm etwa 30 bis 40 Stunden Arbeit in Anspruch.

Warum ausgerechnet dieses Bild mit diesem Motiv? 
fragt ihr euch? Ganz einfach: Das Thema meiner Facharbeit war “Die kunsthistorische Betrachtung des Aktes”. Und Frau Gläser (das bin ich) liebt es nun einmal Dinge zu tun, die man nicht erwartet. So dachte ich mir, als ich das erste mal von dem skandalträchtigen Bild nur las: Ja, dass muss mein praktischer Teil werden! Einen nackten Körper in typischen Akt-Positionen zeichnen, kann und macht ja jeder… Bei Kunst macht es mir auch reichlich wenig aus, was ich da stundenlang anschauen muss – wie zum Beispiel das Geschlecht einer Frau. Für mich ist es in dem Moment so spannend, wie ein faulender Apfel. Es gibt nur wenige Themen die ich aus ethischen oder ethnischen Gründen nicht anfasse.

Und hier präsentiere ich euch nun die Kopie. Ich bin schon gespannt, was Facebook dazu meinen wird :D
Weiter unten seht ihr die Abweichungen zwischen Original und Kopie.

So. Jetzt brauch ich aber Urlaub!
Ehrlich. Ich glaube so viel, wie in diesen Winterferien, mache ich sonst nicht in einer vollgestopften Schulwoche! Aber ich finde es hat sich gelohnt. Sowohl der schriftliche Teil der Facharbeit als auch diese Kopie, die ebenfalls zur Facharbeit gehört, stellen mich zufrieden.

Das Original 
Der französische Originaltitel lautet “L’Origine du monde”. Hierbei handelt es sich um ein Gemälde des französischen Künstlers Gustave Courbet. Er malte den Akt im Auftrag eines Kunstsammlers im Jahre 1866. Man vermutet, dass das Model die Frau des Auftraggebers war. Ich glaube man kann verstehen, warum er und alle anderen nach ihm, dieses Gemälde vor fremden Blicken versteckten. Sogar im Pariser Museum d’Orsay wurde es bis 2008 mit einem schwarzen Vorhang vor den neugierigen Blicken Minderjähriger geschützt.

Gedanken und Fragen zum Original 
Das Gemälde ist auch heute noch sehr verrufen. Manche verstehen es als großartige Kunst und viele andere schämen sich dafür, dass Künstler solche Motive darstellen. “Uns begegnen doch überall nackte Körper. Sei es in
Filmen, in der Werbung, vor dem Spiegel oder in Form von Kunstwerken. Aber
warum erregt gerade die Vulva einer Frau solches Aufsehen? Die männlichen
Geschlechtsorgane werden schon seit über einem Jahrtausend wie
selbstverständlich dargestellt. Ist man vielleicht der Meinung, was so
versteckt liegt, sollte auch versteckt bleiben?”
(Sara Gläser. Die kunsthistorische Betrachtung des Aktes. Facharbeit. S.13) Was haltet ihr von dem Motiv und hat es Ablehnung verdient?

Zu meiner Kopie
Ich habe die Dame mit Polychromos Buntstiften gezeichnet. Als Hilfe zur korrekten Übernahme der Proportionen diente mir ein 10 x 10 cm Raster. Besonders die Intimbehaarung raubte mir die nerven, weil sie erst spät abends fertig wurde und ich immer wieder Fehler im Vergleich zum Original fand. Außerdem hatte ich auch langsam keine Lust mehr. Die Zeichnung nahm etwa 30 bis 40 Stunden Arbeit in Anspruch.

Warum ausgerechnet dieses Bild mit diesem Motiv? 
fragt ihr euch? Ganz einfach: Das Thema meiner Facharbeit war “Die kunsthistorische Betrachtung des Aktes”. Und Frau Gläser (das bin ich) liebt es nun einmal Dinge zu tun, die man nicht erwartet. So dachte ich mir, als ich das erste mal von dem skandalträchtigen Bild nur las: Ja, dass muss mein praktischer Teil werden! Einen nackten Körper in typischen Akt-Positionen zeichnen, kann und macht ja jeder… Bei Kunst macht es mir auch reichlich wenig aus, was ich da stundenlang anschauen muss – wie zum Beispiel das Geschlecht einer Frau. Für mich ist es in dem Moment so spannend, wie ein faulender Apfel. Es gibt nur wenige Themen die ich aus ethischen oder ethnischen Gründen nicht anfasse.

Und hier präsentiere ich euch nun die Kopie. Ich bin schon gespannt, was Facebook dazu meinen wird :D
Weiter unten seht ihr die Abweichungen zwischen Original und Kopie.

17 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Wow, das finde ich wahnsinnig beeindruckend. Die Abweichungen sind sehr gering, du hast wirklich Talent!
    Finde es auch toll, dass du ein “Kontroverse” Thema bzw. Kunstwerk genutzt hast. Gefällt mir gut.
    Finde die Aufregung auch unverständlich- schließlich haben wir alle unsere Geschlechtsteile. Warum so ein Aufruhr und warum sollte man sich da fremdschämen?

    Antworten
    • Oh vielen Dank. <3
      Nun ja, hinter so einem "Zauber" steckt meistens nur ein billiger Taschenspieler-Trick. Wie du gelesen hast, habe ich ein Raster verwendet. Das ist die gängige Praxis, wie auch andere "hyper-realistic-Künstler" ihre Bilder erstellen. Nur das bei ihnen die Raster so klein sind, das garantiert keine Abweichungen zu finden sind. Ein Grund, weshalb ich mich von dieser Richtung abgewendet habe.
      Auf Facebook wurde ich tatsächlich von einem besorgten Herren angeschrieben, ich solle das Bild entfernen, da auch Kinder anwesend sind … Ich glaube, wenn es jemanden nicht interessiert, sind es Kinder :D Sie lernen doch erst durch empörte Erwachsene, dass soetwas verboten oder falsch ist.
      Liebe Grüße > sara

  • Also nackte Haut sieht man heutzutage ja fast überall. Meistens sogar noch sexuelle Anspielungen und Kraftausdrücke. Da ist so ein Bild doch nicht weiter schlimm gegen ;)

    Deine Kopie ist toll geworden, aber 30 – 40 h Arbeit, ist natürlich auch eine Aussage x.x

    Liebe Grüße

    Antworten
    • Tatsächlich gab es 2 sehr negative Meldungen auf Facebook.
      Aber Sex sells… merke ich auch an der Fülle der Kommentare unter diesem Post ;)

      Liebe Grüße > sara

  • Wow, super Arbeit.

    Antworten
  • Alter Schwede, nicht übel. Das ist so professionell. Sieht hammer gut aus. LG, Mia

    Antworten
  • Ich habe von Kunst wirklich keinen Schimmer, aber ich finde, dass deine Kopie ganz toll geworden ist.

    Das Bild ansich find ich ziemlich hässlich :D Was allerdings höchstwahrscheinlich an dem ''Fell'' liegt. Dass der Auftraggeber es mit anderen Augen sieht, als alle anderen, ist verständlich. Er hat sich dabei ja was gedacht.
    Dennoch find ich nicht, dass es verrufen sein sollte. Nicht mehr heutzutage.
    Aber naja.. wie gesagt, ich versteh davon nichts :D

    LG
    Nina

    Antworten
    • Dankeschön – und das Feedback, obwohl du das Motiv gar nicht leiden magst :)
      Das Motiv hat nicht viel mit Kunst zu tun, sondern eher mit der persönlichen Einstellung. Bei manchen hält es eben bei sowas auf, bei anderen bei rechtsextremen Darstellungen oder religiösen oder oder oder ;)
      Das ist eben Geschmackssache, und wie offen man solchen Dingen gegenüber eingestellt ist :)

      Liebe Grüße > sara

  • Ich liebe das Bild.
    Also das Original :P
    Deine Kopie ist wirklich erschreckend gut geworden und zeigt, dass man mit dem richtigen Talent wirklich alles erreichen kann. Meines beschränkt sich auf einige gekritzelte Comics …
    Und das ist auch okay, denn ich bewundere die Kunst von Anderen ohnehin viel lieber ;)

    Liebst
    Justine

    Antworten
    • Ich kannte Das Bild vor meiner Facharbeit kurioser Weise gar nicht, obwohl ich mich schon länger mit Akt-Kunst beschäftige. Umso größer ist das Kompliment, wenn einem Fan des Orginals, wie du einer bist, meine Kopie auch gefällt :) Dankeschön.
      Und Gekritzel kann ebenso schön und interessant sein ;)

      Liebe Grüße > sara

  • Richtig toll und sehr mutig, dass du dich an so ein Projekt gewagt hast und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
    Auch ich bin der Meinung, dass dieses Bild nicht abgelehnt werden sollte – Vorallem nicht heutzutage. Schließlich ist unsere Gesellschaft doch so offen und wie du schon sagtest: Man sieht überall in den Medien nackte Körper.

    Ich finde die Überlegung interessant, wie das Gemälde auf verschiedene Menschen wirkt. Klischee-RTL-Kevin empfindet wahrscheinlich etwas anderes als eine Nonne (mir ist jetzt kein besseres Beispiel eingefallen, aber du weißt bestimmt was ich meine).

    Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende! =)

    Liebe Grüße
    Luisa

    Antworten
    • Dankeschöm :)
      Ich glaube auch. Es kommt immer drauf an mit welcher Lebenseinstellung man unterwegs ist. Aber trotzdem sollte man heutzutage bei Dingen, die anderen nicht weh tun, tolerant auftreten. und im Zweifelsfall einfach die Klappe halten. Egal ob Kevin oder Nonne ;)

      Liebe Grüße > Sara

    • Dankeschöm :)
      Ich glaube auch. Es kommt immer drauf an mit welcher Lebenseinstellung man unterwegs ist. Aber trotzdem sollte man heutzutage bei Dingen, die anderen nicht weh tun, tolerant auftreten. und im Zweifelsfall einfach die Klappe halten. Egal ob Kevin oder Nonne ;)

      Liebe Grüße > Sara

  • Das ist ein interessantes Facharbeitsthema. Wirklich spannend. Die Kopie ist dir total gut gelungen. Die Schattierungen sind super, und das alles mit Buntstiften, ich bin beeindruckt!
    Ich finde nicht, dass das Bild die Ablehnung verdient hat, ich seh das auch eher aus der Perspektive eines Künstlers. Aber ich kann schon verstehen, dass es damals nicht so gut ankommt.

    Antworten
    • Dankeschön.
      Ich glaube es war die erste größere Arbeit, die mir nicht den Spaß am Thema geraubt hat, obwohl sie sehr anstrengend war :)

      Liebe Grüße > Sara

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